Rezension: Alles so Leicht – Meg Haston*

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Guten Morgen ihr Lieben,

fangen wir diesen Blog mit einer ersten Rezension und zugleich meinem ersten Rezensionsexemplar an. Ich habe vom Carlsen Verlag das Buch Alles So Leicht von Meg Haston zugeschickt bekommen und möchte euch nun sagen warum es mir gefallen hat und auch wieder nicht.

Titel: Alles so Leicht – Autor: Meg Haston Verlag: Carlsen – ISBN: 978-3-551-31611-0 Seitenzahl: 320 – Erscheinungsdatum: 28.6.2018 – Format: Taschenbuch

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Der Inhalt lässt sich schnell zusammenfassen. Die junge Stevie sitzt zu beginn des Buches in einem Auto in Richtung Klinik. Sie soll dort gegen ihre Anorexie kämpfen und therapiert werden. Natürlich ist ihr nicht bewusst, dass sie krank ist. Stevie sieht das total anders. Sie will sterben. Sterben, damit sie wieder bei ihrem toten Bruder Josh sein kann. Sie ist so fest entschlossen, am ersten Todestag ihres Bruders sich so weit heruntergehundert zu haben, dass ihr Körper von allein aufgibt. Alle Therapieversuche im Therapiezentrum scheitern. Sie verweigert strikt die Mahlzeiten, entscheidet sich aber – klug und berechnend wie sie ist – für ein paar kleine Häppchen, damit sie keine Magensonde bekommt. Denn diese würde ihren Plan vom stetigen Gewichtsverlust zunichte machen. Nachts macht sie heimlich Sportübungen, um Kalorien zu verbrennen und kann sich auch mit ihren Mitpatientinnen nicht so recht anfreunden. Die dicken Mädchen flößen ihr Angst ein, Angst vor den Kalorien, die für Stevie schon wie eine riesige Bedrohung wirken. Im weiteren Verlauf des Buches arbeitet Stevie mit Hilfe ihrer Therapeutin die Beziehung zu ihren Eltern, ihrem Bruder und ihrer besten Freundin Eden auf. Vor allem das dramatische Dreieckskonstrukt zwischen ihr, Josh und Eden kann Stevie nur schwer verarbeiten. Doch am allermeisten – und das ist der Grund für Stevies Todeswunsch – belastet sie der Tod ihres Bruders, für den sie sich die Schuld gibt.

Stevie überlebt – auch wenn ich das zwischendruch ganz und gar nicht gedacht habe. Für meinen Geschmack zieht sich das Buch ziemlich in die Länge wie Kaugummi. Ein wirklicher Spannungsbogen wird auf den 320 Seiten nicht aufgebaut. Das Spannendste war für mich wirklich zu erfahren, warum und wie ihr Bruder Josh starb und ob Stevie sich das Leben letztendlich nimmt oder ob sie es schafft, aus dem Teufelskreis auszubrechen und die ihr angebotene Hilfe annimmt. Ich habe mit Absicht nicht alle Facetten des Buches hier angesprochen. So gibt es noch so einiges zur Beziehung zu ihrer besten Freundin Eden oder Stevies Mutter zu sagen, aber dafür solltet ihr das Buch doch selbst lesen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch hab ich euch auch abfotografiert. Ich finde, es steht für das ganze Buch. Es drückt aus, wie Stevie sich fühlt und wie verzweifelt sie ist. Stevie sieht keinen Ausweg und ist fast schon trotzig entschlossen, sich umzubringen. Davon kann sie nichts abbringen. In ihrem Kopf hat sie ein bestimmtes Schema, wie sie ihr Ziel erreichen kann und erstellt einen Countdown, bis zu welchem Tag sie sterben will.

Hallo, mein Name ist Stevie, und in zweiundzwanzig Tagen bin ich tot. (S. 71)

Ich gebe dem Buch 3/5 Sterne, denn für mich ist der Mittelteil sehr langgezogen und ich habe das Gefühl, dass die Autorin nicht richtig auf den Punkt gekommen ist. Allerdings finde ich gut, dass sie die Protagonistin nicht hat sterben lassen. Denn so kann der Leser sich mit Stevie freuen, dass sie auf dem Weg der Genesung ist. Für mich ist hier die Moral, dass es immer einen Ausweg gibt. Egal, wie schwer das Päckchen ist, das man tragen muss. Man ist nie allein und es gibt immer jemanden, der einem Hilft, aus so einem Loch herauszufinden.

xoxo, Susan

*Werbung, kostenloses Rezensionsexemplar

Solltest du selber Selbstmordgedanken haben oder depressiv sein oder jemanden kennen, der diese Gedanken hat, so zögere nicht, folgende kostenlose Telefonnummer zu wählen: Telefonseelsorge 0800/1110111 oder 0800/1110222 (rund um die Uhr)

 

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